Vom Ferienjob über Ausbildung und Qualifizierung zur Unternehmensführung:

Erfolgreiche Nachfolge bei K+S GmbH Modell- und Formenbau

Manchmal schreibt das Handwerk die schönsten Erfolgsgeschichten selbst. In diesem Fall: K+S GmbH Modell- und Formenbau, ein etabliertes Unternehmen in Waghäusel mit 13 Mitarbeitenden, hat ihre Nachfolge geregelt. Den perfekten Nachfolger hat das auf die Herstellung von Press- und Stanzwerkzeugen, Mess- und Bearbeitungsvorrichtungen sowie Sondermaschinen spezialisierte Unternehmen gleich in den eigenen Reihen gefunden. Nun ist Fabian Dimmelmeier mit der neu gegründeten FD Werkzeug- und Formenbau GmbH am Start.

Die Ausgangslage sah erst nach einer klassischen „Wir suchen jemanden von draußen“-Geschichte aus. Doch nach einem fast 1-jährigen Suchlauf in der Betriebsbörse wurde für den Geschäftsführer Rudolf Kuhn klar: Wer das Unternehmen führen soll, braucht nicht nur exzellentes Fachwissen, sondern auch Herzblut für den Betrieb – und beides hatte einer bereits längst bewiesen: Fabian Dimmelmeier. Vom Auszubildenden zum Meister und nun in die Chefrolle – ein Karriereweg, wie er im Bilderbuch für Handwerker stehen könnte.

Und die Geschichte beginnt sogar noch früher: Als der heutige Geschäftsführer im Gewerbegebiet seinem Ferienjob nachging, sprach Rudolf Kuhn ihn an und sagte: „Willst du nicht auch mal bei uns im Betrieb reinschnuppern?“ Gesagt, getan – und schon als Schüler schnupperte der Junge Werkstattluft. Aus dem Ferienjob wurde eine handfeste Begeisterung, später der Wunsch nach einem Ausbildungsplatz. Vom Auszubildenden zum Technischen Modellbauer wird schließlich ein Meister – und jetzt der neue Chef. Man könnte wirklich von einer „Unternehmer-Erfolgsstory“ sprechen.

Als Rudolf Kuhn seinem Produktionsleiter Fabian Dimmelmeier die Nachfolge anbot, schaffte er mit einem kurzen Satz Sicherheit und Vertrauen für das Vorhaben; „Scheitern ist für uns keine Option!“ Damit die Übergabe nicht nur auf dem Papier funktionierte, bekam der damals 29-jährige Feinwerkmechanikermeister zusätzlich zum vorhandenen Fachwissen einen Crashkurs in allem, was sonst „der Alte“ so ganz locker erledigte: kaufmännische Abläufe, technische Detailfragen und das „ganz normale Alltags-Routinegeschäft“ in einem Betrieb, in dem es selten langweilig wird.

Der Jungunternehmer ist dankbar, dass der ehemalige Chef die FD Werkzeug- und Formenbau GmbH mit seiner Expertise noch einige Zeit beratend begleiten wird.

Reaktionen im Team: „Applaus, Applaus!“

Als die Belegschaft informiert wurde, war die Freude groß. Schließlich war nun bereits zu einem frühen Zeitpunkt klar, dass und wie es mit der Firma weitergeht. Noch dazu kennt und respektiert man sich.

Auch die Kunden reagierten positiv – schließlich bleiben ihnen das Know-how, die Ansprechpartner und die gewohnte Zusammenarbeit erhalten.